Eindrücke einiger österreichischen Vertreterinnen:

Helga, Ildikó, Maria, Uschi

 

Montag
05.04.10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8:20 Treffpunkt am Flughafen für 8 Österreicherinnen, die von Wien nach Malta fliegen, um am AMASC Weltkongress teilzunehmen. Wir wissen noch nicht, wie viele Anciens und Anciennes aus wie vielen Ländern wir treffen werden.

La Valetta

Das Kongresshotel Excelsior ist nicht nur sehr schön, sondern hat auch eine herrliche Lage: je nach Zimmer sieht man auf den Hafen, den Pool...

Anfängliches Durcheinander bei der Registrierung, denn es stellt sich heraus, dass von uns schon gebuchte Ausflüge tw. zur selben Zeit angesetzt sind wie einzelne Programmpunkte des Kongresses. No problem, wir können stornieren, neu buchen, ganz wie wir es wünschen.

Wir sehen die ersten "Sacrecoeusen", die einige von uns schon von früheren Treffen kennen.

Wir haben schon Anciennes aus Holland, Australien, Indien, Amerika und natürlich Malta getroffen: La Valetta ist voll in Sacré-Coeur-Hand, es "anciennelt" schon spürbar, aber die Bauten vor der Co-Kathedrale sind  doch nicht für uns, sondern für den Papst, der nächste Woche erwartet wird.

 

 

 

 

 

 

 
Dienstag
06.04.10

Bevor wir uns dem Höhepunkt des Tages der "Inaugural Mass" widmen, wollen wir euch noch einen kurzen Einblick in unseren Ausflug der englischsprachigen  "Three Cities Tour"  (Cospicua, Senglea und Vittoriosa) geben. 
Im Bus mit dabei waren, Helga Eisner, Ildikó-Marie Haudek Maria Mayrhofer und Maria Schöner sowie viele andere TeilnehmerInnen des Kongresses. Besonders freuten wir uns, dass uns Lisl Horowitz trotz ihrers operierten Knies begleiten konnte. In Cospicua angekommen sprang uns Lisl regelrecht davon, und nur mit Mühe konnten wir ihr unauffällig folgen! Nach einigen hop-ons und hop-offs kamen wir am frühen Nachmittag erschöpft von unserem Trip zurück. 

 
Maria und Ildikó waren an diesem Tag kaum ruhig zu stellen und so gönnten sie sich keine Rast, sondern fuhren gleich mit dem nächsten "Bus"  (mit offenen Türen fahrende Karosse aus den max. 50iger Jahren) nach Mdina. So leicht wurde der Ausstieg in Rabbat aus dem Autobus dann doch nicht, denn man musste noch mit aller Kraft eine in der Luft hängende Schnur ziehen um die Klingel zu betätigen, die den Fahrer erinnern sollte, dass sie aussteigen wollten. 

 
Der Höhepunkt von Mdina war eindeutig eine kleine überraschend stattfindende Führung in der St. Pauls Cathedral Grotta, wo einst der hl. Paulus 3 Monate wohnte und Besuch vom hl. Lukas erhielt.

 
Zurück in Valletta machten sich schon die ersten auf den Weg zur St. John's Co-Cathedral wo um 18.30 eine Festmesse stattfand. Zu Beginn zogen feierlich alle Präsidentinnen mit der jeweiligen Landesflagge ein. 
Besonders herausgeragt hat die rot-weiß-rote Fahne mit Uschi, die natürlich neben der blau-weiß-roten Fahne eingezogen ist. Auch der Chor von Sacré Coeur-Mädchen aus Malta in Uniform war sicherlich für die meisten Anwesenden ein altbekannter Anblick.
Anschließend fand ein "Welcome Empfang" im Malta Chamber of Commerce in Valletta statt, wo wir noch gemütlich mit Wein und Fingerfood den Abend ausklingen ließen.
 

 

 

 

Die nationalen Präsidentinnen verbrachten einen Großteil des Tages mit dem AMASC-Vorstand, der sie über die derzeit schwierige Lage unterrichtete: durch Zurücknahme der Nominierung einer ganzen Equipe ist die Zahl der Kandidaturen unter die Mindestzahl gesunken und es wird morgen also nicht möglich sein, einen neuen Vorstand zu wählen!

 


 

 
 

 

 

 

 

 

 

 
Mittwoch
07.04.2010
 GENERALVERSAMMLUNG DER AMASC    

Im "Ballroom" des Hotels sind Dolmetscher-Kabinen aufgebaut (die drei Sprachen der AMASC sind, sowie die des Ordens, Französisch, Englisch, Spanisch) und beim Eintritt kann man sich Kopfhörer besorgen und es liegen einige drahtlose Mikrofone bereit.
Schwester Chantal (Belgien) spricht zur Einstimmung ein Gebet und wir werden von der Provinzialoberin von Malta willkommen geheißen. Es ist eine Ehre für die AMASC, dass auch die Generaloberin des Ordens, Sr. Kathleen Conan, anwesend ist und über die beim Generalkapitel in Peru neuformulierten Grundsätze des Ordens spricht.

Es folgen Power Point Präsentationen über die die Entwicklung der AMASC, die Ordenfrauen, die Assoziierten Maltas und die noch verhältnismäßig junge Geschichte der Young AMASC. Glücklicher Weise können wir sie sofort danach während der Pause kopieren und möchten einen Teil davon den Anciennes zeigen.

Bei der eigentlichen Generalversammlung ist es  sicher nicht immer einfach für die Teilnehmer der Versammlung, den vereinstechnischen Erklärungen des Vorstandes und den Kommentaren der Präsidentinnen zu folgen. Es wird zwar über einige Statutenänderungen abgestimmt, aber wie am Vortag angekündigt, wird kein neuer Vorstand gewählt, sondern die Modalitäten einer weiteren GV noch in diesem Jahr angekündigt.

Details und Webalbum folgen nach unserer Rückkehr.

 
       
  Nach den sehr ermüdenden langen Arbeitstag wollten wir ein bisschen Luft schnappen und landeten nach einer Hafenbesichtigung in einem typischen maltesischen Kellerlokal, wo es uns schlussendlich gelang, eine dreimal korrigierte Rechnung unter 5 Personen aufzuteilen...  
     
Donnerstag
08.04.10

Ein sehr ereignisreicher, "dichter" Tag!

Am Vormittag sehr interessante Power Point Vorträge zum Thema der vergangenen vier Jahre "Die Armut bekämpfen". Wir waren sehr stolz, dass Österreich in der Person von Sr. Paloma Fernández de la Hoz rscj einen Keynote speaker bieten konnte: ihre Power Point Präsentation  "Migration und Armut" war sehr beeindruckend und informationsreich. Sr. Paloma hat sich bereit erklärt zu gegebenem Zeitpunkt vor den Ancien/ne/s zu diesem Thema zu sprechen.

 
  Danach kurze Statements von Spezialisten des Generalthemas, aber auch Beiträge einer jungen Japanerin und eines "frischen" Ancien aus Deutschland.  
     
  Der Nachmittag war dem "Europaforum"  gewidmet, das ein Austausch zwischen interessierten Ancien/ne/s zu einigen, alle betreffenden Fragen sein sollte. Es war eine Teilung nach den drei AMASC-Sprachen vorgesehen, Moderatoren sollten einen geordneten Ablauf garantieren und die regen Diskussionen wurden von "Rapporteurs" festgehalten.  
     
  Als entspannenden Abschluss und gleichsam als Appetizer für das gemeinsame Nachtmahl im Hotelrestaurant wurde uns eine Fahnenparade mit den Fahnen der acht Herkunftsländer der Malteserritter geboten.

 
     
Freitag
09.04.10
Wie am Vortag sehr interessante Vorträge von Spezialisten gehalten (Die Kosten der Armut/Erziehung und Armut) aber auch ein sehr gut gelungene und orginelle Präsentation einer Schülergruppe aus Hamburg zum Thema "Jugend und Armut".  
Bei den Kurzreferaten aus Irland, Malta, Argentinien, Uganda und den Niederlanden beeindruckt besonders eines mit dem nicht sofort verständlichen Titel "Dangerous Dreaming", das von einer jungen Irländerin gehalten wird, die mit viel Schwung und Humor, dauernd in Bewegung den Satz "Alle Menschen träumen, aber jeder verschieden, manche in der Nacht und andere am Tag mit offenen Augen" interpretiert.  Diese bezeichnet sie als gefährliche Träume, weil sie nur mit Risikobereitschaft zu verwirklichen sind. Erst nach einer Weile macht sie uns aufmerksam, dass sie blind ist und beschreibt die Haltung ihrer Eltern durch den Satz "Let her think that she can see". Was sie danach über ihr Leben erzählt ist für uns unglaublich und wird später noch an anderer Stelle zusammengefasst werden.  
  Am Nachmittag wird die Generalversammlung fortgesetzt und schließlich nach vielen Diskussionen mit der Aufforderung Sr. Chantals beendet, einige Schlagworte über unsere Eindrücke zu sagen. das Ergebnis ist sehr beeindruckend und manchmal auch berührend.

Zum Schluss werden wir aufgefordert uns die Hände zu reichen, um gemeinsam das Magnificat aus Taizé zu singen.

 
     
Am Abend der Abschluss aller Kongresse: ein Abendessen, diesmal in Mdina, einer mittelalterlichen Stadt, die wir mit dem Autobus erreichen. Empfang am Stadttor mit Fanfaren und Trommlern, Weg durch schmale erleuchtete Gassen zu einem Defilé von Frauen und Männern in historischen Kostümen, danach ein sehr langes Abendessen unterbrochen von einigen folkloristischen Darbietungen, die Fotoapparate heiß laufen lassen. Rückkehr ins Hotel gegen zwei Uhr, was vor allem für Maria und Sr. Paloma eine sehr kurze Nacht bedeutet, da der Heimflug leider vorverlegt wurde.

Unsere Bilderausbeute ist so groß, dass wir eine Auswahl erst nach unserer Rückkehr in einem Webalbum zeigen werden. Nur so viel: die Österreicherinnen im Dirndl wurden fast so oft fotografieret wie die Japanerinnen im Kimono.

 
       
Nachtrag Jetzt ist es ziemlich sicher: die leider notwendige zweite Generalversammlung (Gründe s. o.) wird im November in JOIGNY, dem Geburtshaus der hl. Mutter stattfinden. Wahrscheinlich hofft man, dass "l'Esprit de Madeleine-Sophie Barat" hilft, alles zu einem guten Ende zu bringen.

Wir, d. h. Vertreter aller österreichischen Sacré-Cœur-Absolventenvereine, waren im Vorjahr das erste Mal dort und sehr sehr beeindruckt, denn es weht wirklich eine besonderer Geist durch das Haus.

Uschi