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Sinnzentriertes und
wertorientiertes Menschenbild nach Viktor E. Frankl
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Wir Menschen denken in Bildern, die wir uns von uns selbst, von unseren Mitmenschen und von der Welt machen. Heute scheint sich in den Köpfen vieler Menschen ein Menschenbild breitgemacht zu haben, das den Menschen als unfrei erscheinen lässt. Abhängig von den „Sternen“, Horoskopen, abhängig von seinen charakterlichen Veranlagungen, unfähig sich gegen den „Mainstream“ zu entscheiden. Sind wir tatsächlich so unfrei wie wir uns manchmal fühlen oder es uns von unserer Welt vorgegaukelt wird? Gegen dieses eingeschränkte Menschenbild erscheint jenes das Viktor E. Frankl entwickelte, erfrischend anders: das Bild des freien Menschen.
Der Mensch ist mehr als ein Reflexautomat,
ein Triebbündel oder das Produkt von Erbe und Umwelt. Er kann sich zu
allen Gegebenheiten wie genetische Veranlagungen, psychische Dispositionen
und soziale Prägungen innerlich einstellen oder verhalten aufgrund der
„Trotzmacht des Geistes“, wie es Frankl nannte. Dem Menschen eignet eine
spezifisch humane Dimension, die geistige Dimension. Das menschliche Sein
ist nicht ein "Nun-einmal-so-und-nicht-anders-sein-Müssen", sondern ein "Immer-auch-anders-werden-Können".
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