KONGRESSBERICHT  
 

 
 

14. Weltkongress der AMASC

(Association Mondiale des Aciens et Anciennes du Sacré-Cœur)  

in Malta 5. - 11. April 2010

 
 

 

Der Kongress in Malta stand unter dem Thema „Armutsbekämpfung“, der Devise des aktuellen AMASC-Mandats seit der letzten Generalversammlung in Rye/New York. Es wurde bewusst auf das Wort Weltkongress verzichtet, denn der hätte 2006 in New Orleans (Heimatstadt der damaligen Präsidentin Olga Rome) stattfinden sollen, was nach den schrecklichen Überschwemmungen nicht mehr möglich war.

Rye, Sitz eines anderen Sacré-Coeur, sprang also als Ort der trotzdem notwendigen Generalversammlung zur Wahl eines neuen Vorstands ein, so dass man sagen kann, dass Malta seit acht Jahren der 1. Weltkongress der AMASC war.

Diesmal aber waren nicht nur die Vorstände von 35 nationalen Vereinen, sondern  ca 300 Anien/ne/s aus allen 5 Kontinenten vertreten und eben dieser Umstand macht aus einem  AMASC – Kongress etwas Besonderes: das Gefühl einer Gemeinsamkeit, die sich zwar immer neu beweisen muss und zu erarbeiten ist, aber durch die Basis der ähnlichen Erziehung trotzdem möglich ist.

Zitat: « Je ne pensais pas que nous nous ressemblions tellement alors que nous venons d'horizons si différents ». 

„Ich habe nicht gedacht, dass wir uns so ähnlich sind, obwohl wir aus so verschiedenen Richtungen/Weltgegenden kommen“ (Marie-Madeleine, Demokratische Republik Kongo).

Claudia Taylor, die Vizepräsidentin der AMASC und Präsidentin der maltesischen Anciennes, hatte schon vor einem Jahr die einzelnen Länder dazu aufgerufen, selbst Vortragende („Keynote speaker“) zum Thema Armutsbekämpfung zu suchen, um aktiv am Kongress mitzuarbeiten.

Wir, die ÖsterreicherInnen, sind  sehr stolz, dass die sehr kompetente in Österreich lebende Sr. Paloma Fernández de la Hoz rscj, die in Wien an der Katholischen Sozialakademie tätig ist, einverstanden war, als „unser“ Keynote speaker in Malta einen Vortrag zu halten (siehe Ankündigung Cor Unum 1/2010). Sie wird ihn übrigens am 1. Jour fixe im Herbst in Wien wiederholen (Freitag, 1. Oktober 18 Uhr, Rennweg 31 B): Migration und Armut.

Aber sie war nicht die einzige Sacré-Cœur-Schwester beim Kongress: abgesehen von Schwestern aus Malta selbst, waren auch die Generaloberin Sr. Kathleen Conan und Schwestern aus mehreren europäischen Ländern und aus Afrika der Einladung gefolgt.

 Am Abend des 6. April fand in der St. John's Co-Cathedral von Valetta die feierliche Eröffnungsmesse statt, zu deren Beginn alle nationalen Präsidentinnen mit den jeweiligen Fahnen einzogen: ein sehr buntes Bild, das auch in unserem Webalbum seinen Niederschlag gefunden hat.

 

Während ein Großteil der TeilnehmerInnen am nächsten Tag an den gebuchten Ausflügen teilnahm, versammelten sich die nationalen Präsidentinnen, um auf Wunsch des Vorstands einer seiner letzten Sitzungen (wie wir annahmen) beizuwohnen. Mit Erstaunen erfuhren wir dort, dass durch verschiedene den Statuten widersprechende Umstände die für den nächsten Tag vorgesehene Wahl des neuen Vorstandes nicht stattfinden konnte.

Eine außerordentliche Generalversammlung wird/muss noch im heurigen Jahr in JOIGNY stattfinden.

 

Eröffnung des Kongresses im Kongresshotel Excelsior durch

Sr. Chantal de Jonghe (Belgien, zurzeit in Joigny, spirituelle Begleitung der AMASC) zeigt eine Powerpoint-Präsentation über die Kongregation in der heutigen Zeit.

Sr. Kathleen Conan (Generaloberin)

Sie gibt einen Überblick über die Gesellschaft und  ihre Aufgaben:

2700 Schwestern in 43 Ländern. Die Gesamtzahl geht zwar zurück, in Afrika und Asien aber wächst die Gemeinschaft.

In Lima (Generalkapitel) wurden folgende Prioritäten formuliert:

  • Kontemplation

  • Gemeinschaft als zentraler Wert

  • Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung in Solidarität mit den Verwundbarsten

  • Jugend (Erziehung)

  • Dialog für die Einheit

Sie stellt die Frage an alle: Welcher der Punkte scheint euch dort, wo ihr seid, am wichtigsten?

Sr. Maria Sicluna, Provinzoberin von Malta

„Wir finden uns hier zusammen als erweiterte Sacré-Cœur-Familie, unsere Gemeinschaft ist klein, aber unser Herz ist groß… Erziehung ist ein Akt der Gerechtigkeit und dieser Wunsch nach Gerechtigkeit entspricht dem Willen Gottes. Unser Tun wird die Armut nicht in einem Tag verändern, … aber wir möchten erreichen, dass das Leben lebenswert wird.“

Claudia Taylor, Vizepräsidentin der AMASC, verantwortlich für die Organisation des Kongresses:

„Die Stärke unserer Organisation ist ihr internationales Netzwerk in 35 Ländern…

1 Milliarde Menschen, die in extremer Armut leben - wir können ihnen eine Stimme geben indem wir zusammen arbeiten, so dass ein weltweites effizientes Netzwerk entsteht“.

Hermine van Asten, Präsidentin der AMASC:

„Unser Ziel ist es, offen und transparent zu sein. Wir werden hier über die  Perspektiven unserer Organisation sprechen.“

Jacqueline de Montjoye, Belgien, PP über die Entwicklung der AMASC seit ihrer Gründung

Sie erinnert darin, dass die Gründung auf Initiative der Generaloberin Mère de Valon erfolgt ist.

Caroline Maas (NL) zeichnet in einer Powerpoint-Präsentation die Etappen der Young AMASC auf

Eine Assoziierte aus Malta berichtet über die Aktivitäten der maltesischen Gruppen, die vielfach auf sozialem Gebiet liegen.

 

Kolloquium über die Armut

Die Beiträge zum Thema Armutsbekämpfung sowie auch Behinderung wurden sowohl von Spezialisten als auch von persönlich Betroffenen gestaltet. Es sind hier natürlich nur einige Zitate oder Zusammenfassungen "nach bestem Wissen und Gewissen" wiedergegeben.

 

Videobotschaft einer indischen SC-Schwester

„Die Armut ist nicht nur materiell zu sehen, sie kann wie eine Hydra in immer neuer Form auftauchen, aber den Mut zu verlieren, ist der größte Feind… Die Gesellschaft des SC und Ihr alle, Anciens und Anciennes, müssen gemeinsam arbeiten, uns gegenseitig in unserer Verwundbarkeit unterstützen.“

 

Monique Falzon: Wie weit sind wir mit den Milleniumszielen (MDG)?

Im Jahr 2000 haben sich 189 Staaten 8 Ziele gesteckt: die sogenannten Millennium Development Goals, MDGs.                                                                                              

Sie stehen seit längerer Zeit auf unserer Homepage (www.sacrecoeur.at) direkt anklickbar, aber ich habe sie nun durch eine sehr gute österreichische Website, die zusätzlich zur Information auch für den Einsatz im Unterricht optimiert wurde, ersetzt:

 

MDG 1 Extreme Armut und Hunger beseitigen

MDG 2 Grundschulausbildung für alle Kinder gewährleisten

MDG 3 Gleichstellung und größeren Einfluss der Frauen gewährleisten

MDG 4 Die Kindersterblichkeit senken

MDG 5 Die Gesundheit der Mütter verbessern

MDG 6 HIV/AIDS, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen

MDG 7 Eine nachhaltige Umwelt gewährleisten

MDG 8 Eine globale Partnerschaft im Dienste der Entwicklung schaffen

Das Bild (unterstützt durch von SchülerInnen parallel dazu  gezeigten Piktogrammen), das in dieser Bestandaufnahme gezeigt wird, ist nicht sehr optimistisch, es ist kaum anzunehmen, dass 2015 auch nur einen Teil dieser Ziele verwirklicht sehen wird.

                               

 

Sr. Paloma Fernández de la Hoz, rscj: Migration und Armut

„Der Vergleich der Migration ist nicht einfach, da es verschiedene Arten der Migration gibt, z. B. aus einem Land in ein anderes, aber auch vom Land in die Stadt.“

„Seit 2000 gibt es neue Exodus-Wellen, die Schere zwischen Armut und Reichtum existiert nicht nur auf Länderniveau sondern auch innerhalb eines Landes.“

„Technologie ist heute gleichzusetzen mit Macht: es gibt Dörfer, in denen es wohl Fernsehen, aber kein Wasser gibt…“

„Migration kann manchmal „natürlich“ begründet sein, aber auch erzwungen durch vielfältige Umstände, aber man muss sich immer vor Augen führen, dass sie immer der letzte Ausweg ist, wenn keine andere Alternative gesehen wird. Migration bedeutet aber immer auch einen Abgang an geistigem Potential in reichere Länder!“

„Das Alter der Flüchtlinge sinkt immer mehr: die ersten Flüchtlinge, die auf Gibraltar landeten waren Männer, danach kamen Frauen und später Kinder ohne jede soziale Bindung.“

„Migranten sind keine Kriminellen, sondern eher Opfer der Kriminalität“.

Agnès Dutordoir: Frauen und Armut – ein unausweichliches Schicksal?

„Armut ist weiblich“ bewahrheitet sich immer mehr. Agnès Dutordoir arbeitet in einer internationalen Organisation (AIC Association Internationale de Charité, die größte Frauengemeinschaft der katholischen Kirche, gegründet von Vinzenz von Paul), die sich im Kampf gegen die Armut engagiert. AIC zählt heute 200 000 Mitglieder in 53 Ländern, davon 90 % Frauen.

60 % der Kinder, die keine Schule besuchen, sind Mädchen, 2/3 der erwachsenen Analphabeten Frauen, aber es sind die Frauen, die die Ressourcen verteilen und zwar zuerst für die Gesundheit der Kinder und für eine bessere Bildung.

Beispiel Madagaskar:

10 Straßenkinder wurden von Schwestern in einem Container aufgenommen und unterrichtet. Sie bekamen eine Mahlzeit pro Tag und es gelang, sie in den Schulkreislauf zurückzuführen. Dadurch kam der Kontakt mit den Müttern zustande, denen man Arbeit in einem Gemüsegarten ermöglichte. Durch Gewährung von Mikrokrediten an die Frauen erwachte Interesse bei den Männern, die sich in der Folge oft zu ihrer Vaterschaft bekannten.

„Um gegen die Armut zu kämpfen, muss man von der individuellen Empörung zu auf einander abgestimmten Aktionen übergehen… Die Frauenrechte auszubauen bedeutet gegen die Armut kämpfen“.

Fintan Farrell: Europäisches Netz zur Armutsbekämpfung (EAPN – European Anti Poverty Network):

Die Organisation wurde 1990 als ONG zur Verteidigung der Interessen der Armen und Sozial Ausgeschlossenen gegründet. Auch in Europa gibt es Armut, auch hier ist ein N-S-Gefälle feststellbar: 17% der Europäer leben unter der Armutsgrenze, davon 25% in Rumänien gegen nur 3% in Luxemburg!

Den genannten Vorträgen folgten kurze Statements zum Thema:

Sr. Hilda aus Uganda:

„Armut bedeutet auch, nicht kennen, nicht wissen. Unsere Aufgabe aber ist es, den Armen ihre Würde zurückzugeben. Ihr Frauen des Sacré-Cœur habt eine Mission. Ich lade euch ein, zu den Armen hinzugehen, ihre Geschichte anzuhören. Für die Armen ist es sehr schwer, immer um Hilfe zu bitten…, aber sie haben das Recht, das gleiche Leben wie wir zu führen und ihre Träume zu verwirklichen. Die Erziehung ist die Basis und bei uns zeigt es sich, dass das Leben der Kinder durch Erziehung veränderbar ist“.
Sr. Hilde bedankt sich bei der AMASC für die materielle Hilfe über lange Jahre.

Junger Mann aus Erithrea, der von seiner teilweise dramatischen Fluchtodyssee über den Sudan und Libyen nach Malta berichtet, wo er jetzt als kultureller Mittler für andere Flüchtlinge eingesetzt wird, aber immer noch auf Arbeitssuche ist.
Obwohl er anscheinend ohne große Emotionen spricht, ist sein Bericht sehr berührend und der geografische Weg, den er auf einer Karte zeigt und kommentiert, lässt nur annähernd ahnen, was er mitgemacht haben muss.

Caroline Casey (Keynote speaker des 2. Halbtages): Ein gefährlicher Traum

Mich persönlich hat dieses Referat, das von einer jungen hübschen Frau, die auf das Rednerpult verzichtete und dauernd in Bewegung ihre Geschichte und die daraus zu ziehenden Lehren in ihr Mikro erzählte, besonders beeindruckt.

Tagträume sind gefährlich, aber unumgänglich, denn sie fordern uns heraus.“

Caroline, Ancienne aus Irland, vertritt eine Organisation, die es sich zum Ziel setzt, unsere Sicht von Behinderten, welcher Art auch immer, zu ändern.

Und sie weiß, wovon sie spricht, denn sie ist selbst blind. Ein Umstand, dessen sich viele von uns, die nicht ganz nahe saßen, absolut nicht bewusst waren, so sehr mitreißend und lebendig war ihre Art, sich uns mitzuteilen.

„Eine Behinderung ist etwas, das uns ausschließt…Definieren Sie behinderte Menschen nicht nach dem, was ihnen fehlt. Sie sind ganz einfach anders, nicht mehr und nicht weniger.“

„Let her think that she can do it“ war die Devise, nach der sie von ihren Eltern erzogen worden war und sie erzählt unglaubliche Dinge aus ihrem Leben: dass es ihr wochenlang gelang, in der Schule über ihre Blindheit hinwegzutäuschen, dass sie als Erwachsene unterstützt durch anders Behinderte ihren Traum, auf einer Formel I Strecke zu fahren (als Lenkerin!) wahr gemacht hat…

Ihr Fünfpunkteprogramm als Botschaft an alle:

1)     Sich für eine Vision engagieren, die man als richtig erkannt hat.

2)     Niemals aufgeben: ein Misserfolg bedeutet einfach eine Etappe der Lehrzeit.

3)     Erkennen, wer aus meiner Umgebung wirklich meine Freunde sind, die mich unterstützen und nicht von meinen Träumen abbringen wollen.

4)     Politik, aber im Sinn von Strategie: man darf zwar nie das Ziel aus den Augen verlieren, aber man muss erkennen, auf welche Art und Weise es zu erreichen ist.

5)     Etwas riskieren, Mut haben. Jeder Mensch hat ein ungeheures Potential in sich, das er nicht einmal ahnt. Alle Leute träumen, aber jeder auf eine andere Art. Die, die am Tag mit offenen Augen träumen, sind gefährlich, denn es könnte ihnen gelingen, eines Tages die Armut zu Fall zu bringen.

Der Applaus für Caroline war nicht enden wollend und ich hoffe sehr, dass man ihr gleich beim Zurückgehen auf ihren Platz gesagt hat, dass man ihr eine „standing ovation“ dargebracht hatte.

 

Sr. Musina rscj (Uganda): Die Chance der guten Erziehung

„…Wenn nicht jemand für meine Schulzeit bezahlt hätte, wäre ich jetzt nicht hier. Ich habe die Chance, das Glück einer guten Erziehung gehabt…“

„Wir haben 2000 in Uganda eine Volkschule gebaut, die jetzt 400 Kinder aufnehmen kann. Viele haben das Potential, Führerpersönlichkeiten zu werden. Afrikanische Kinder würden die gleichen Fähigkeiten entwickeln, wenn sie die gleichen Erziehungsmöglichkeiten hätten… In Uganda ist die Schule jetzt gratis, aber die Bedingungen haben sich nicht geändert: 1 Lehrer für 120 Kinder!“

Roberta Attard : Gefühlsarmut

Man sieht sie nicht immer gleich, denn sie spielt sich in den Familien ab. Äußere Zeichen der Misshandlung können sichtbar sein, aber unsichtbare Verletzungen zeigen sich oft nur durch ihr Verhalten. Sie haben Angst, mit der Außenwelt in Kontakt zu kommen, daher brauchen sie eine Umgebung, die ihnen Sicherheit gibt, jemand, der ihnen Liebe, emotionale und physische Wärme gibt.

Diese Situation gibt es ebenso in reichen Familien, in denen die Eltern oft nicht bereit zur Zuwendung sind, und dies kann sich über Generationen fortsetzen, wenn das Verhalten kopiert wird.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:“ Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erschaffen.“ Wir alle haben also eine Rolle in diesem „Dorf“ zu spielen.

Dr. Victor Martinelli (Malta): Die Folgen der Armut

Als Psychologe und Lehrer spricht er über die Armut bei den Kindern, von denen in Europa 20% armutsgefährdet sind. Die  Kinderarmut hat aber Folgen in verschiedenen Bereichen: nicht nur dem der Gesundheit, sondern auch der Erziehung (frühes Verlassen der Schule) und schließlich der Kriminalität.

Auf Malta sind von den 57 000 in relativer Armut Lebenden 9 000 Kinder!

Kurzreferat der Mutter eines behinderten Kindes, die eine Korrelation zwischen Behinderung und Armut erläuterte. „Wir wollen nur unser Recht, keine Mildtätigkeit“.

Mary Grace Vella (Malta) spricht über Behinderte und Erziehung

 

JUGEND AM KONGRESS

Eine große Bereicherung stellte die aktive Teilnahme von Jugendlichen aus mehreren Ländern dar.

Keiko Fujii (Japan): Referat einer Schülerin über ein Umweltproblem in Japan, das zur Verarmung bestimmter Bevölkerungsgruppen führt.

 

Anna Drisaldi (Argentinien) über ihre Erfahrung mit Behinderten während eines freiwilligen Praktikums, das sie auf Anraten von Schwestern gemacht hatte.
„Ich habe anfangs nicht gewusst, wie ich den Kindern begegnen soll, aber als eines meine Hand genommen hat, habe ich verstanden, dass es genügt, die Hand zum Kontakt zu reichen.“

 

Caroline Maas (Niederlande) über ihr Freiwilligenjahr in Indien (Projekt   von Schwestern und Anciennes)

 

 

Robert Oehlmann, Marielle Findorff, Chantal Meister (Deutschland) über Jugend und Armut in einer sehr persönlich und originell konzipierten Präsentation.

 

 

 

 

FORUM EUROPA

Als uns im Vorjahr in Brüssel erstmals die geplanten Themenkreise für den Kongress genannt wurden, fehlte einigen die Möglichkeit, sich über Sacré-Coeur-spezifische Angelegenheiten austauschen zu können. Also wurde die Idee des Europa-Forums geboren, für das von Kathleen Dor, der Europakoordinatorin, eine Reihe von möglichen Fragenkomplexen zur Auswahl in den nationalen Vereinigungen ausgeschickt wurden.

Bei unserem Treffen im Jänner 2010 in Paris einigten wir uns auf die genaue Fragestellung bezüglich der gewählten Themen und da alle drei AMASC-Sprachen vertreten waren, wurde auch gleich an den richtigen Übersetzungen gearbeitet.

Es wurden Moderatoren und Schriftführer für alle drei Sprachen Französisch, Englisch Spanisch) bestimmt, um einen geordneten Ablauf zu garantieren.

Die genannten Fragen wurden schon unter „Aktuelles“ nach dem Paris-Treffen auf unserer Homepage veröffentlicht und sind nicht wesentlich verändert worden:

1. Die Stellung der Jungen in unseren Organisationen:

- Wie kann man bei der SC-Jugend ein Gefühl der Zugehörigkeit zum SC erreichen?
  

- Wie kann man die Jugend an Projekten (die zur Zusammenarbeit führen) interessieren?

- Wie kann man das Erbe des Sacré-Cœur, den Sacré-Cœur-Geist  weitergeben?

2. Schwestern und Ancien/ne/s

- Den Kontakt nicht abbrechen lassen, unserer Dankbarkeit Ausdruck verleihen

- Tätige Hilfe bei ganz konkreten Projekten

- Mitarbeit an der Verbreitung der Botschaft der Gründerin in den einzelnen Schulen  

Um die Wiederholung von immer wieder gleichen Fragen zur Situation in den einzelnen europäischen Ländern zu vermeiden, wurde beim Eintritt das Ergebnis der „Fragebögen“, die an alle europäischen Vereine ausgeschickt worden waren, ausgeteilt. Es ist geplant, das Ergebnis der Fragebögen auf der Webseite zu veröffentlichen.

Das Europaforum war in allen drei Sprachen nicht nur von europäischen VertreterInnen sehr gut besucht, ein Bericht über das Ergebnis der auf Französisch geführten Gruppe wird von Maria Schöner nachgeliefert, da ich selbst als Moderatorin nicht in der Lage war, eine genaue Mitschrift zu führen.

Der "AMASC-Marktplatz"

Österreich hatte sich wie viele andere Länder um einen Platz am "Marktplatz" gebeten, um dort einiger unserer Sacré-Cœur-Artikel gegen Spenden abzugeben:
d e r  Renner waren die Schals aus Pressbaum!

 

Abschluss-Gala Dinner

Wie immer bei solchen Anlässen gab es einen festlichen Abschluss mit hervorragendem Essen und vielen für das Gastland spezifischen Darbietungen, bei dem die Österreicherinnen so gut wie  geschlossen im Dirndl erschienen.

 

 

Weitere "Nur-Österreicherinnen-Bilder" für eventuell Interessierte

 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Erlebnis eines AMASC-Kongresses mit mehreren Hundert TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt sicher ein unvergesslicher Eindruck ist, den am Leben zu erhalten und für die Arbeit im eigenen Land nutzbar zu machen, es allerdings einer immer neuen Anstrengung bedarf.

 

Ursula Kokalj

(Präsidentin der ÖSCV)


Der Vorstand der AMASC 2006-2010 + die nationalen Präsidentinnen